September 2025
Ende September wird’s dann endlich mal richtig schön und vor allem: stabil schön, aufgrund der stetig kürzer werdenden Tage eine der letzten Chancen für lange Touren im Berchtesgadener Land.
Für den ersten Tag steht die „Inowa“ am Programm – in dieser Ecke haben wir schon den Hasenalarm und die Fata Morgana gemacht, die es leider nicht auf meine Homepage geschafft haben obwohl es wirklich tolle Touren waren.
Wir fahren mit dem Ebike bis kurz vor die Jagdhütte, wie man die Zustiegszeit ohne Bike schaffen soll ist mir nach wie vor ein Rätsel. Dann den bekannten Steig bis zum Wandfuß, zum Glück erst noch im Schatten. Bei der Hinfahrt zeigte das Thermometer noch kühle 7,5 Grad an, jetzt ist es bereits deutlich wärmer. Durch die Latschen ist es mühsamer als beim letzten Mal weil sie sich langsam ihr Terrain zurückerobern (ob hier mal jemand die Muse hat eine Heckenschere mitzunehmen???)
Der letzte Teil des Zustiegs ist mühsam, es ist ratsam den Markierungen zu folgen auch wenn man fast überall gehen kann.
Die ersten zwei Längen steige ich vor, leichtes nettes Gelände. Dann kommt eine Reihe 6er, die ersten zwei hängt Sprinter (ungewollt) zusammen, weil der Stand rechts von der Linie ist (was Sprinter dann einfach mal ignoriert hat).
Der Fels ist hier meist super, und nur in der Schlüsselseillänge ist es kurz richtig schwer (für meine Verhältnisse). Die Sonne knallt, deswegen ist unser Highlight die Verschneidung in der man kurz in einem schattigen zugigen Spalt Rast machen kann.
Nach oben hin wird es stetig leichter, trotzdem bleibt die Kletterei schön. Die letzten zwei Längen hänge ich zusammen was nur bedingt eine gute Idee ist (Seilzug!). Lieber einzeln machen und dafür genießen.
Genießen kann man dann auch den Ausblick oben am Ausstieg, aber nur kurz, denn wir haben Durst – unsere Wasserration haben wir eindeutig zu kurz gehalten.
Abstieg: Dem Pfad bzw. den Steinmännern bis zur Abseilstelle folgen. Man seilt in eine Schotterrinne ab, das geht auch mit 60 m Einfachseil, dann muss man aber eine Steilstufe (ca 4m, oberes 3er Gelände) abklettern.
Wichtig: Wirklich immer den Steinmännern folgen und nicht einfach drauflosstapfen! Der Abstieg ist ok, wenn auch nicht angenehm. Am Ende steigt man die grasige steile Flanke ab, was wirklich gut geht auch wenn man es erst nicht glauben kann. Nun entweder zum Rucksackdepot am Einstieg und den roten Punkten zurück folgen, oder ziemlich weglos nach unten.
Fazit: tolle Tour mit meist moderaten Schwierigkeiten. Leichter und kürzer als der Hasenalarm. Bei strahlend blauem Himmel im September fast zu warm – reichlich Wasser mitnehmen! Zu- und Abstieg sind oben im Schottergelände echt mühsam.
Fazit Sprinter: tolle Tour. Auch die leichten Seillängen sind schön. Länge 9 fand ich sogar „mega“. Deutlich gemütlicher als der Hasenalarm – und als Einstiegstour in dem Gebiet sehr gut geeignet. Danke Fritz für die schönen Touren dort!
Topo: bergsteigen.com